Brigitte Daubner-Marcordes, Schulleiterin der Clara und Dr. Isaak Hallemann Schule, berichtet im Kurz-Interview über den schulischen Umgang mit ADHS.
Welche Bedeutung hat ADHS an Ihrer Schule?
ADHS betrifft grundsätzlich alle Schularten.
Auch an unserem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung ist dieses Thema von großer Bedeutung. Viele unserer Schülerinnen und Schüler mit kognitiven Einschränkungen zeigen ADHS als zusätzliche Begleiterscheinung.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler unterstützt?
Ein wesentlicher Vorteil der Hallemann Schule sind die kleinen Klassen mit acht bis zwölf Kindern. Diese Struktur ermöglicht es uns, sehr individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler einzugehen.
Welche Rolle spielt das Fachpersonal?
Benötigen Kinder eine besonders intensive Unterstützung, kann zusätzlich eine Schulbegleitung eingesetzt werden. Diese unterstützt im Unterricht und begleitet die Kinder bei Bedarf auch während kurzer Auszeiten.
Welche Maßnahmen haben sich im Umgang mit ADHS bewährt?
Für Schülerinnen und Schüler mit ADHS ist es besonders wichtig, ihrem natürlichen Bewegungsdrang regelmäßig nachkommen zu können. Eine klare und verlässliche Tagesstruktur gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung.
An der Hallemann-Schule wird daher bewusst nach dem Prinzip des „bewegten Lernens“ gearbeitet:
Lernen findet nicht ausschließlich im Sitzen statt,
sondern wird aktiv und abwechslungsreich gestaltet.










